Wölfe Wolfsburg

Nachdem die Icecubes die letzten Spiele immer nur ersatzgeschwächt bestreiten konnten, war beim heutigen Spiel gegen die Wölfe Wolfsburg richtig Land unter, fehlte doch nahezu die gesamte Stammverteidigung. Trotzdem sollte der Gegner angesichts der bisherigen Spielresultate keinen unbezwingbaren Goliath darstellen, hatte man in der Vergangenheit meist locker zweistellig gewonnen.

Doch leider zeigte sich von Anfang an eine merkliche Unkonzentriertheit, besonders im Abwehrbereich. Über große Strecken des Spiels hatten einige Spieler mehr mit sich selbst als mit dem Gegner zu kämpfen. So durfte man sich auch nicht über die zwei Gegentreffer im ersten Drittel beschweren. Dennoch konnten die Cubes durch zumeist in Einzelaktionen erzielte Tore von B.A. Brait, Phil Güttler, JoMan Steiner und Alleinykov Barrenscheen eine 4:2 Pausenführung herausstokeln.

Die Führung veranlasste allerdings viele der Spieler, sich körperlich und geistig für das anstehende Spiel gegen den UHC Wedemark zu schonen, so dass sich das Spielniveau – auch dank großzügiger Mithilfe des Gegners – stets zwischen Teichhockey und Hühnerhaufenhockey bewegte. Mit viel Glück und erstklassigen Paraden von Mirco Affeln und Eric Ladouceur blieben weitere Gegentreffer jedoch aus. Jan Karbowski und Alleinykov Barrenscheen konnten die Führung sogar noch auf 6:2 ausbauen, was dem Spielverlauf allerdings in keinster Weise gerecht wurde.

Das letzte Drittel war ebenfalls nicht sehenswert – zumindest wenn man Wert auf technisch hochwertiges Eishockey legt. Allerdings bekamen die Zuschauer noch die eine oder andere spektakuläre Prügeleinlage geliefert, bei der beide Teams wesentlich engagierter zu Werke gingen als während des gesamten restlichen Spiels. Folgerichtig kuschelten anschließend jeweils zwei Raufbolde pro Team gleichzeitig in der Kühlbox. Nachdem sich die Gemüter dann wieder etwas abgekühlt hatten, fielen schlussendlich noch zwei Treffer für die Cubes durch B.A. Brait und Beauty Schöne zum Endstand von 8:2, in einem absolut nicht sehenswerten Spiel, es sei denn, man steht auf Wrestling.

Icecubes: Affeln, Ladouceur – Brait (2,0), Zapf, Bares – Barrenscheen (2,1),
Schöne (1,1), Uphaus – Karbowski (1,0), Steiner (1,0), Güttler (1,1) –
Pilarski, Mühl – Schiweck, Täger
Strafen Icecubes: Pilarski (2), Steiner (2)

Auftakt

Am letzen August-Tag standen sich im ersten Freundschaftsspiel der Saison die Icecubes Braunschweig und die Wölfe Wolfsburg gegenüber. Die Braunschweiger traten enorm ersatzgeschwächt an, da sie aufgrund eines Konzertes auf Beauty Schöne, Pille Pilarski, Arne Kuntze und Robert Emeis verzichten mussten. Zu allem Überfluss stand auch der Topscorer des Vorjahres, Valeri Brait nicht zur Verfügung.

Zwangsläufig begann das Spiel außerordentlich zerfahren. Zwar konnte Mark Barrenscheen schon nach wenigen Sekunden zum 1:0 einnetzen, doch anschließend ließen die Icecubes jede Konsequenz vermissen. Folgerichtig erzielten die Wölfe 2 Tore zum 1:2 nach dem ersten Drittel.

Im Mitteldrittel begannen die Icecubes wieder konzentriert und drehten das Spiel durch Tore von Alleinykov Barrenscheen und Slomo Uphaus. Danach das gleiche Bild wie zuvor – unaufmerksame Braunschweiger kassierten unnötige Gegentore. Allerdings trafen auch Slomo Uphaus und Stan Zapf, so dass es nach 30 Minuten 5:5 stand. Erst in der Folgephase nutzten die Icecubes die spielerische Überlegenheit und zogen durch drei weitere Treffer von Mark Barrenscheen und einem von Slomo Uphaus auf 9:5 nach dem zweiten Drittel davon.

Im letzten Drittel verwalteten die Icecubes die klare Führung. Mark Barrenscheen krönte seine gute Leistung mit drei weiteren Toren. Nach zwei Gegentoren für die Wölfe endete das Auftaktspiel torreich 12:7. Eine gute Frühform bewiesen an diesem Dienstag abend Mark Barrenscheen und Slomo Uphaus, die gemeinsam an 11 der 12 Treffer beteiligt waren. Dennoch waren die Icecubes nur bedingt zufrieden mit ihrer Leistung, auch wenn das Fehlen von wichtigen Spielern sicherlich ein plausibler Erklärungsansatz ist.
Icecubes: Ladouceur – Braun, Bartnig, Barrenscheen (8,2), Bluhm (0,2), Uphaus (3,4) – Schindler, Mühl, Deichert, Zapf (1,0), Rau (0,1) – Täger, Frey, Deichert, Güttler

Wölfe

Mit einer gehörigen Portion Respekt gingen die Icecubes in das Rückspiel gegen die Wolfsburger EG. Trotz des Sieges im ersten Spiel vor wenigen Wochen wussten die Braunschweiger um die Stärke der Wolfsburger waren dementsprechend motiviert an diesem Mittwoch Abend.

Im ersten Drittel überwog bei beiden Mannschaften die Konzentration auf die Defensive, um kein frühes Gegentor zu kassieren. Erst in der Mitte des ersten Abschnitts gelang Topscorer Valeri Brait das 1:0 für die Icecubes. Weniger Minuten später konnte Christian ‚Stan‘ Zapf auf 2:0 erhöhen, als er einen Schuss von Carlos Sala unhaltbar für den gegnerischen Goalie abfälschen konnte. Der Verteidiger war zuvor mustergültig Sven ‚Slomo‘ Uphaus bedient worden, dem allerdings aufgrund der vereinbarten „1-Assist-pro-Tor“-Regel zu seiner großen Enttäuschung verwehrt wurde.

Im zweiten Drittel spielten die Icecubes aus einer kontrollierten Defensive weiter, kassierten jedoch leider nach einer Einzelaktion der Wolfsburger den Anschlusstreffer zum 1:2. Dementsprechend versuchten die Gastgeber im letzten Drittel das Spiel noch zu drehen. Nach dem 3:1 durch einen schönen Schuß von Steffen ‚Pille‘ Pilarski auf Zuspiel von Robert Emeis war das Spiel jedoch entschieden. Alles klar machte mit seinem zweiten Trefer Christian ‚Stan‘ Zapf mit dem 4:1, als er einen Pass von Sven ‚Slomo‘ Uphaus versenkte. Leider endete das Spiel mit diversen Rangeleien, in der sich die hohe Anspannung auf beiden Seiten entlud.

Mit der letzlich souveränen Leistung und aufgrund einer geschlossenen Mannschaftsleistung bleiben die Icecubes ungeschlagen. Zufrieden fuhren die Braunschweiger nach Hause und freuen sich auf die kommenden Aufgaben.

Icecubes: Schneider, Ladouceur- Pilarski (1,0), Schindler, Brait (1,0), Steiner, Thiel (0,1) – Bartnig, Sala (0,1), Barrenscheen, Zapf (2,0), Uphaus (0,1) – van Rooyen, Schöne, Emeis (0,1)