Osterode

Stark dezimiert mussten die Icecubes mit nur zwei Reihen das Rückspiel gegen Osterode bestreiten. Bereits vor dem Spiel verausgabten sich einige Cubes in einer zähen Schiedsrichterdiskussion derart, dass für den eigentlichen Fight auf dem Eis nicht mehr genügend Reserven vorhanden waren – sowohl physisch als auch psychisch.

Während der obligatorischen Traineransprache, das Spiel souverän, kontrolliert defensiv und sofort hellwach zu beginnen, hatten die meisten Spieler ihre Gehörgänge anscheinend komplett auf Durchzug gestellt. Denn anders ist es nicht zu erklären, dass bereits nach 15 Sekunden der Puck das erste Mal im Icecubes-Tor einschlug – Gegenwehr praktisch nicht vorhanden. Auch die lautstarken Ansagen, den Puck nicht mittig durchs eigene Drittel rauszuspielen, verhalten in der leider nicht ganz ausverkauften EisArena ungehört. So konnten die Osteroder gleich zweimal von derartigen Fehlern profitieren und auf 3:0 erhöhen. Ganze 15 Minuten dauerte es, bis es den Icecubes durch Stan Zapf nach Vorlage von Alleinykov Barrenscheen gelang, den Puck auch mal im gegnerischen Tor unterzubringen.

Die ermahnende Pausenansprache des Trainers zeigte zu Beginn des zweiten Drittels wiederholt keinerlei Wirkung: Kaum waren die ersten drei Minuten vorbei, hatte Osterode auf 1:5 erhöht. Bis zu diesem Zeitpunkt waren Zuordnung und Einsatz nicht im Repertoire der Cubes vertreten; dafür hätten Ornithologen im Hühnerhaufen-Abwehrverhalten ihre wahre Freude gehabt. Erst Mitte des Spiels kam der Zehnzylinder-Teammotor langsam auf Touren, und die Cubes erhöhten zunehmend das Tempo und den Druck auf den Gegner. Viele Chancen blieben leider ungenutzt, und die Osteroder konnten sich mehrfach bei ihrem stark aufgelegten Puckmagnet zwischen den Pfosten bedanken. Aber kurz vor Ende des Drittels überwand JoMan Steiner auf Zuspiel von Arne Kuntze ihn dann doch zum 2:5.

Jetzt blieben noch 20 Minuten, um die erste Saisonniederlage abzuwenden. Entsprechend erhöhten die Icecubes den Druck weiter, und das Spiel fand zunehmend fast nur noch im Osteroder Drittel statt. Zehn Minuten vor Schluss konnte Beauty Schöne auf 3:5 verkürzen. Kurz darauf gelang Stan Zapf nach Pass von Beauty Schöne der Anschlusstreffer. Drei Minuten vor Schluss schickte wiederum Beauty Schöne Alleinykov Barrenscheen auf den Weg zum fälligen Ausgleich. Leider konnten die Cubes die Scheibe kein weiteres Mal im Osteroder Tor versenken, so dass sie letztendlich mit einem blauen Auge davonkamen und zumindest einen Punkt retten konnten.

Icecubes: Schneider – Kuntze (0,1), Steiner (1,0), Emeis, Pilarski, Schindler –
Barrenscheen (1,1), Zapf (2,0), Schöne (1,2), Braun, Bartnig/Thiel

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